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Forschungsprojekt

Nationalitätenpolitik und Missionierung im Hochland von Tây Nguyên

Christliche Missionierung im Hochland Indochinas begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Forschungsgebiet wie auch in anderen Dschungel- und Hochlandgebieten der Region Südostasien bestehen seit der Kolonialzeit Probleme der Migration von Mehrheitsbevölkerungen in ursprüngliche Minderheitengebiete sowie des Kampfes ethnischer Minderheiten um ökonomische, soziale und kulturelle Rechte, die in einem engen Zusammenhang stehen mit der christlichen Missionierung. Religion trat und tritt als Instrument und Vermittler von Moderne auf in einem Prozess der allseitigen kulturellen Modernisierung, dem diese Gebiete und die dort lebenden Völker unterworfen waren und sind. Das Teilprojekt stellt sich das Ziel, anhand von zwei ausgewählten Beispielen zwei spezifische Missionsstrategien und ihr Verhältnis zur Politik des Staates in historischer Kontinuität miteinander zu vergleichen, wobei Konflikte und Konfliktlösungsstrategien in ihrer historischen Entwicklung aufgezeigt werden, die bis heute Ausformungen des politischen Bewusstseins und der religiösen Praxis der Hochlandgesellschaften im Verhältnis zu den aus dem Tiefland stammenden Viêt und den nationalstaatlichen Strukturen bedingen. Mehr...

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